Das Projekt

  • Gründung am 16. Juli 2012
  • Eintragung im Vereinsregister Erfurt unter VR 2736 am 24.07.2012
  • vorläufige Bescheinigung der Gemeinnützigkeit am 25. Juli 2012
  • Logoübergabe "Gesundheitsziele in Thüringen am 27. März 2013
  • Beginn des 1. Kurses am 27. Mai 2013
  • Mitglied bei der Parität Thüringen
  • die MV am 22. Januar 2014 beschließt, daß wir Landesverband werden
  • Eintragung im Vereinsregister als "EX-IN Landesverband Thüringen e.V." am 27. Januar 2014 unter VR 162736
  • 1. Arbeitsvertrag mit dem Tätigkeitsfeld als GenesungsbegleiterInnen in Thüringen mit Arbeitsbeginn zum 1. Juni 2014 abgeschlossen !
  • Abschluß 1. Kurs am 10. Mai 2014 mit Zertifikatsverleihung an die TeilnehmerInnen

 

 

Entwicklung

... jede Menge Lesestoff, aber immernoch wichtig für uns. Eine Kürzung des Textes ist nicht vorgesehen.

 

EX-IN ist aus einem europäischen Pilotprojekt hervor gegangen, an dem sechs Länder beteiligt waren: Norwegen, Schweden, England, Niederlande, Slowenien und Deutschland.

Das Projekt wurde als "good practice" ausgezeichnet.

 

 

Alles begann am 6. Dezember 2011. 

 

Der TLPE - Thüringer Landesverband für Psychiatrie Erfahrene e.V. hatte am 6. Dezember 2011 zu einer Fachtagung zum Thema EX-IN eingeladen.Die Veranstaltung war gut besucht, im großen Saal im Haus des Sozialamtes der Stadt Erfurt war kaum noch ein freier Platz zu finden. Viele der Anwesenden hatten zuvor noch nie etwas von EX-IN gehört. Im Laufe der Veranstaltung erfuhren wir, EX steht für Experienced und IN für Involvement, Einbeziehung Erfahrener. Dass es eine Ausbildung gibt, die auf dem Erfahrungswissen Betroffener aufbaut, war spannend und für uns neu. Das wollen wir auch in Thüringen anbieten, war sofort unsere Idee. Noch während der Veranstaltung, erstellte unsere Gruppe, die an einen kleinen Tisch saß, eine Interessentenliste für eine EX-IN Ausbildung in Thüringen. Am Ende der Veranstaltung hatten sich bereits über zwanzig InteressentInnen eingetragen. Vorreiterin war Ines Lohrengel. Sie hatte bereits in Bremen die EX-IN-Ausbildung und den Trainer-Kurs erfolgreich abgeschlossen.

 

Im Januar gründeten wir die Initiative EX-IN Thüringen. Zu dieser Initiative gehörten soziale Träger und Einrichtungen und Interessierte.Aufgabe der Initiative war, Möglichkeiten zu finden, wie wir die EX-IN-Ausbildung in Thüringen anbieten können.

 

Am 16. Februar 2012 fand der 2. Psychiatriefachtag in Erfurt statt. Frau Ministerin Heike Taubert sagte in ihrer Rede: „Schließlich möchte ich nicht versäumen, alle hier Anwesenden zu ermuntern, an der künftigen Gestaltung der psychiatrischen Versorgung in Thüringen aktiv mitzuwirken: Machen Sie mit bei Modellprojekten verschiedenster Art, bringen Sie Ihre Ideen und Ihre Kompetenz ein!“   Modellprojekt, das war von nun an das Zauberwort. Wir hatten eine Idee und genaue Vorstellungen, wie wir diese Idee umsetzen können, aber kein Geld.                

 

Da unsere Idee ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Gesundheitsziele in Thüringen ist, haben wir im Juli 2012 beim TMSFG die Förderung des Modellprojektes beantragt. Nach einem ersten Gespräch, Ende August und der Präsentation unseres Projektes im November verging zu viel Zeit.      

 

Während dieser Zeit führten wir regelmäßig Info-Veranstaltungen durch, so zum Beispiel in Erfurt, Bad Frankenhausen, Gotha und Meiningen, um InteressentInnen für EX-IN und die Ausbildung zu gewinnen. Ein weiteres Gespräch folgte im März 2013. Alles war vorbereitet, alle standen in den Startlöchern, AusbildungsteilnehmerInnen, DozentInnen, Räume für die Ausbildung waren reserviert, aber noch immer gab es keine Zusage des Ministeriums. Zwischenzeitlich hatten wir uns mit unserer Idee einer „Akademie für ExpertInnen aus Erfahrung“ für das Logo „Gesundheitsfördernde Ziele in Thüringen“ beworben und am 27. März 2013 überreichte die Ministerin Heike Taubert unserem Verein dieses Logo. Eine erste Anerkennung.

 

Endlich, Ende April kam die Bestätigung der Förderwürdigkeit und die Zusage zum vorzeitigen Maßnahmebeginn, aber wir wussten noch immer nicht, was und in welcher Höhe gefördert wird. 

 

Erst Mitte Mai, kurz vor Beginn des ersten EX-IN Kurses bekamen wir den lange erhofften Zuwendungsbescheid. Am 27. Mai um 14 Uhr konnten die ersten zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer die erste Ausbildung in Thüringen als GenesungsbegleiterInnen beginnen. Das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit fördert diese Ausbildung voll als Modell-Projekt mit rund 60.000 Euro. Gefördert werden nun auch Arbeitsplätze für Betroffene im Verein. Bisher waren Aktivitäten ehrenamtlich.

 

Im Vorstand arbeiten ausschließlich Betroffene und auch die neuen Arbeitsplätze hat der Verein mit Betroffenen besetzt. Unsere Philosophie ist, dass auch Betroffene etwas leisten können. Wer selbst eine psychische Krise durchlebt hat, weiß am besten, was in dieser oder jener Situation gebraucht wird. Unser Verein bietet Betroffenen die Möglichkeit, ihren individuellen Erfahrungsschatz, einzubringen.  "Was kann ich trotz oder gerade wegen meiner Beeinträchtigung leisten?"                                                                                                              Unser Beitrag dazu ist, diese Menschen zu befähigen, wieder aktiv am Leben teilhaben zu können, eine Beschäftigung, eine Arbeit zu haben. Dies setzt voraus, dass sie sich über den Weg der Selbsterfahrung mit ihrem eigenen Leben auseinandersetzen, ihre Erfahrungen mit anderen Betroffenen austauschen und so zu ExpertInnen aus Erfahrung werden.                                  

    

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag

von 09:00 - 14:00 Uhr

 

Telefon Büro:

0361 518 763 30/31

 

Anschrift:

Tungerstr. 9

99099 Erfurt

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